Workshop Programme May 12th - 13th
2018, University of Kassel
Samstag, 28. April 2018
Dienstag, 28. November 2017
Deutschland unter Erdoğan – Eine Kritik am personalisierenden Diskurs
Von
Ismail Doğa Karatepe
Es scheint, als sei Erdoğan
persönlich der Autor aller kulturellen, politischen und ökonomischen
Entwicklungen in der Türkei. Die Rhetorik kaschiert die politisch-wirtschaftlichen
Verflechtungen zwischen Deutschland und der Türkei und öffnet den Raum für die
deutsche Rechte.
Donnerstag, 5. Oktober 2017
»Neue Türkei« oder Restauration des Neoliberalismus? – Über liberale Trugschlüsse
Von
Murat Çakır
Ist die »Neue Türkei« der
AKP ein vorkapitalistisches Staatsprojekt? Zieht Erdoğan das Land in ein
anachronistisches Abenteuer hinein? Eine Intervention gegen eine
Geisterdebatte.
Donnerstag, 1. Juni 2017
Freie Wissenschaft in der Türkei unter Druck: Solidarität muss praktisch werden!
Workshop und Diskussionsveranstaltung
– Mittwoch, 7. Juni – Universität Kassel
Academic freedom in Turkey under pressure: Putting solidarity into practice!
Workshop and Panel Discussion –
Wednesday June 7 – University of Kassel
Zwischen Spiritualität und Kulturtourismus: Neo-Osmanische Stadtentwicklung in Eyüp/Istanbul
Von
Ayşe Öztürk
Das
Herrschaftsprojekt der AKP ist mit einer Neuinterpretation der Geschichte entlang
neo-osmanischer und islamistischer Erzählungen verbunden. Ausgehend von den im
Istanbuler Stadtviertel Eyüp aufgestellten Almosensteinen lässt sich aufzeigen,
wie die islamisch-osmanische Deutung sich in der Stadtentwicklungspolitik
niederschlägt.
Mittwoch, 19. April 2017
Gegen die Manipulation in die Diktatur
Von
Errol Babacan
Die Mobilisierungsstrategie des
Ja-Lagers ist nicht aufgegangen. Die Befürworter der Präsidialdiktatur haben
keine Mehrheit. Offensichtlich konnte nur mittels Manipulationen eine Scheinmehrheit
hergestellt werden. Sie wird aber ausreichen, um die Diktatur zu verankern und
nötigenfalls eine faschistische Ära einzuleiten, wenn nicht sofort Initiative
ergriffen und Widerstand geleistet wird.
Dienstag, 18. April 2017
Verfassungsreferendum in der Türkei – Pyrrhussieg Erdoğans? Eine vorläufige Wahlnachtanalyse
Von
Murat Çakır
Staatspräsident
Erdoğan scheint am Ziel angekommen zu sein. Mit 51,37 Prozent der gültigen Stimmen
konnte er das Verfassungsreferendum am 16. April 2017 für sich entscheiden. Die
Opposition unterlag mit 48,63 Prozent. Das sind vorläufige Zahlen, die von der Hohen
Wahlkommission (YSK) genannt werden.
Dienstag, 11. April 2017
Vor dem Verfassungsreferendum: Erdoğans »totaler Krieg« und das deutsche Kapital
Von
Murat Çakır
Am 16. April wird
über die Einführung des Präsidialsystems entschieden, das die absolute
Herrschaft Erdoğans verfassungsrechtlich verankern soll. Jenseits von Erdoğans
Interessen soll der sunnitische Konservatismus zementiert und die Unterstützung
türkischer Kapitalfraktionen gesichert werden. Welche Haltung nehmen westliche
Mächte zu diesem Projekt ein, welche Erwartungen kann eine demokratische
Opposition an sie hegen?
Donnerstag, 16. März 2017
Türkei: Verfassungsreferendum im Ausnahmezustand
Von
Joachim Becker
Die Türkei steht an einem Scheideweg. In
Meinungsumfragen lagen „Ja“ und „Nein“ bislang fast gleich auf, teils sehen sie
das „Nein“ sogar vorn. Noch herrscht nervöse Ruhe, aber die Lage ist explosiv.
Montag, 6. März 2017
Fragiles Wirtschaftsmodell Türkei – Konstanter Partner des Westens
Interview mit Errol Babacan
Von Mustafa İlhan
Wie gestalten
sich die ökonomischen Beziehungen der Türkei zum Westen angesichts politischer
Turbulenzen und diplomatischer Spannungen? Ziehen sich westliche Investoren aus
der Türkei zurück und werden durch arabische ersetzt? Wie wirkt sich die
Absenkung der Kreditnoten durch internationale Ratingagenturen aus?
Konjunktureinbruch in der Türkei: Wo liegen die Ursachen?
Von Ismail Doga Karatepe
Die türkische
Wirtschaft befindet sich in einer Krise. Die Konjunktur ist eingebrochen und
die Lira wertet ab. Wo liegen die Ursachen? In Erdoğans Machtstreben
und Terroranschlägen oder im ökonomischen Regime?
Donnerstag, 26. Januar 2017
Das Debakel von Aleppo und seine Effekte
Von
Fehim Taştekin
Was für die Allianz des Westens mit den Golfstaaten
der „Fall Aleppos“ ist, ist für andere die „Befreiung Aleppos“. Währenddessen ist
die Türkei, die die Patenschaft für die Dschihadisten in Aleppo übernommen
hatte, mit einem Bumerang-Effekt konfrontiert. Der Abzug aus Aleppo hat viele
Kämpfer frei gesetzt, für die eine neue Verwendung gesucht wird.
Samstag, 14. Januar 2017
Atlantiker, Eurasier, Nationalisten – turbulente Koalitionen der AKP
Von
Sinan Birdal
Bedeutet die Moskauer Abmachung, dass
die Türkei sich von der NATO lösen und einem Bündnis mit Russland, China und
dem Iran anschließen wird? Wie stabil ist die Kriegskoalition der AKP
angesichts der Fraktionierung in den Sicherheitsapparaten? Und welche Folgen
hätte eine mögliche Annäherung zwischen den USA und Russland für die AKP?
Freitag, 6. Januar 2017
Chronischer Bürgerkrieg in der Türkei und die Strategie der PKK im Nahen Osten
Von Ferda Koç
Die AKP verfolgt
das Ziel, sich als Kriegsmacht eines von ihr angezettelten Bürgerkriegs zu
etablieren. Die PKK ist indes offensichtlich nicht willens, eine Politik zu
verfolgen, die den Bürgerkrieg aufhalten könnte. Sie verantwortet Bombenanschläge,
bei denen selbst die kurdische Bevölkerung nicht unterscheiden kann, ob sie vom
IS oder doch von der TAK verübt wurden. Die Lösung der „kurdischen Frage“ in
der Türkei von einem „Frieden im Nahen Osten“ abhängig zu machen und dafür einen
ethnisch-konfessionellen Bürgerkrieg in der Türkei in Kauf zu nehmen, nützt
weder dem Kampf um Demokratie noch dem nationalen Befreiungskampf.
Dienstag, 15. November 2016
Die Türkei: Abkehr des Westens, Diktatur und Staatskrise
Von
Errol Babacan
Mit dem Ausnahmezustand wurde die Installation der Diktatur
abgeschlossen. Der Krieg ist das Bindemittel einer asymmetrischen Koalition zwischen AKP, MHP
und CHP. Im kurdischen
Südosten werden direkte Kolonialpraktiken angewendet, die Faschisierung nimmt
Fahrt auf. Das Scheitern des neo-osmanischen Expansionismus vor Augen wächst
indessen die Kluft zur EU und den USA.
Dienstag, 13. September 2016
Nationale Versöhnung nach dem Putschversuch? Acht Fragen zu den politischen Turbulenzen in der Türkei
Gespräch mit Axel Gehring und Murat Çakır
Von Anne Steckner
Donnerstag, 1. September 2016
„Noble Einsamkeit“ und strategische Prioritäten – Über die vermeintlichen Verwerfungen in den deutsch-türkischen Beziehungen
Von
Murat Çakır
Nachdem der Putschversuch
die Machtverhältnisse in der Türkei durcheinander gewirbelt hat, versucht Erdoğan mit Unterstützung der bürgerlichen Opposition im Inland, die geostrategischen
Partnerschaften zu erneuern. Die Rechnung könnte durchaus aufgehen, denn das ‚erneuerte‘
Regime ist für alle Bündnispartner attraktiv.
Dienstag, 2. August 2016
Hundertjährige Allianz? Türkisch-deutsche Beziehungen im Spannungsfeld neuer-alter Interessenpolitik
Von Mehmet
Okyayuz und Uğur Tekiner
Die Rede von der hundertjährigen Allianz und den gemeinsamen strategischen Interessen kann
die Krise in den türkisch-deutschen Beziehungen nicht mehr überlagern. Wo liegen die Gründe für die Krise und welche Veränderungen in den Beziehungen sind zu erwarten?
Sonntag, 17. Juli 2016
Der Putschversuch: »Dilettantisch« oder »für Erdoğan«? Erklärungsversuch einer verwirrenden Nacht in der Türkei
Von Murat Çakır
Die
Nacht vom 15. Juli auf den 16. Juli 2016 in der Türkei war außergewöhnlich,
verwirrend und erschreckend. Ein sog. »Rat für Frieden in der Heimat« (Yurtta
Sulh Konseyi) einiger Putschistengeneräle war dafür verantwortlich. Ihr
Putschversuch, dem über 260 Menschen zum Opfer fielen, scheiterte und wirft
Fragen auf, die nicht einfach und nur mit einer Sicht alleine auf die Türkei zu
beantworten sind.
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